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WAS IST EIN MONSUN?

Ein Monsun ist ein tropischer Wind, der seine Richtung halbjährlich um 120 Grad ändert.
Ein Monsun ist ein tropischer Wind, der seine Richtung halbjährlich um 120 Grad ändert. Sie spüren dies am stürmischen, regerischen Wetter und an unruhiger See im Mai und Oktober.

Monsun
Monsun
Wintermonsun oder Nordostpassat

Der Wintermonsun über Indien entspricht dem tropischen Nordostpassat. Er bringt trockene, kühle Kontinentalluft über den indischen Subkontinent. Wenn die warme Luft in die Höhe strömt, entsteht eine Sogwirkung. Es bilden sich Tiefdruckgebiete um den Äquator. Die äquatoriale Tiefdruckrinne oder ein Kalmengürtel entsteht.

Was ist ein Monsun? - Youtube-Video


Sommermonsun oder Südostpassat

Zum Sommer hin wandert der Kalmengürtel nach Norden bis zum Himalaya. Dadurch erreicht der Südostpassat die Nordhalbkugel. Er ändert seine Richtung wegen der Rechtsablenkung durch die Erdrotation auf Südwest. Die ozeanische Herkunft der Luftmassen führt über Südostasien zum lebenswichtigen Monsunregen. Störungen im System Atmosphäre und Ozean durch ENSO, El Nino und La Nina führen zu einer Verzögerung oder zum Ausbleiben der Monsune.

Was ist ein Kalmengürtel (ITC)?

Der Kalmengürtel wird auch innertropische oder intertropische Konvergenzzone (ITC für Inter Tropic Convergence) genannt. Das ist eine wenige hundert Kilometer breite Tiefdruckrinne in Äquatornähe. Sie befindet sich dort, wo die von Norden und Süden wehenden Passatwinde aufeinander treffen.

Im Kalmengürtel kommt es zu Konvektionserscheinungen (Wärmetransport) und einer starken Quellbewölkung. Die generelle Windstille in diesem Teil der Ozeane wird mehrfach am Tag durch Platzregen und Gewitter mit stürmischen und stark drehenden Böen unterbrochen. Über Land hängt die Heftigkeit der Unwetter von der örtlichen Luftfeuchtigkeit ab.

Was sind Passatwinde?

Passate sind beidseitig des Äquators bis circa 25 Grad nördlicher sowie südlicher Breite auftretende Winde. Sie gleichen den Druck aus den Hochs der Rossbreiten in Richtung der äquatorialen Tiefdruckrinne (Kalmengürtel) aus. Auf der Südhalbkugel entsteht daraus eine allgemeine Strömungsrichtung Südost bis Süd aus dem pazifischen Hoch.

Der Nordost-Passat und Südost-Passat wehen beständig und sind 20-25 km/h schnell. In den Passatzonen sinkt die Luft ab. Dadurch wird die aufsteigende Luft am erwärmten Boden am Aufstieg gehindert. Sie kann nicht abkühlen, nicht kondensieren und keine Niederschlagswolken bilden (Passatinversion).

Erst beim Zusammenströmen der Passate in der äquatorialen Tiefdruckrinne werden die Luftmassen zum Aufsteigen gezwungen und regnen sich ab. An Küsten mit kalten Meeresströmungen kann es zu ausgeprägter Nebelbildung, aber nicht zu Niederschlag kommen. Während der Wintermonate sind die Passate der Südhalbkugel besonders markant.

Was sind Passatwinde? - Youtube-Video


Was ist die Corioliskraft?


Der Passat auf der Nordhalbkugel wird durch die Coriolis-Kraft der Erdrotation nach rechts abgelenkt. Der Passat auf der Südhalbkugel wird nach links abgelenkt. Passatwinde sind wegen ihrer Entstehung aus dem subtropischen Hochdruckgürtel warme und trockene Winde. Wenn sie über Meeresflächen wehen, werden sie warm und feucht.

Corioliskraft im Youtube-Video


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Gabriele Müller

JUREBU ist ein Online-Reisebüro, Kombireisen- und Asien-Spezialist seit 2008..

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